Es gibt in der deutschen Kultur Fragmente die mich interessieren und denen ich einzeln fotografisch zu begegnen versuche.
 
Die gepflegten und sehr individuell gestalteten Kleingärten, wie sie nur in Deutschland zu finden sind zogen seit 2007 meine Aufmerksamkeit auf sich. Faszinierend für mich an diesen Schrebergärten ist, wie sehr den Charakter der Besitzer in diese Refugien mit einzufließen scheint und welche Vielfalt sich an solchen Orten unter gleich-
wertigen Bedingungen entfalten kann.
Es entstanden winterliche Aufnahmen der Gärten, bei denen die Hütten im Zentrum des Bildes und somit im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit standen. Der Winter hatte dabei nicht nur den fotografischen Vorteil, dass die entlaubten Bäume den Blick auf die Häuser freigaben, sondern er brachte auch eine Abwesenheit an diesen Orten
mit sich, der eine ganz eigene Poesie innewohnt.
 
Fernab meiner eigenen Heimat Korea sind in mir zunehmend Reflexionen zu Themen wie Identität, Heimat, Zugehörigkeit und persönliche Lebensentwürfe, die dieser Arbeit zugrunde liegen, entstanden. In der Arbeit „Winterschlaf“ sah ich eine Möglichkeit, die beiden Kulturen zwischen denen ich mich bewege, in einem Werk zu thematisieren und zu hinterfragen.

 

BACK